{"id":59,"date":"2004-08-26T01:20:11","date_gmt":"2004-08-26T01:20:11","guid":{"rendered":"http:\/\/tausendhoch3.de\/Anama\/wordpress\/?p=59"},"modified":"2010-02-26T13:12:21","modified_gmt":"2010-02-26T13:12:21","slug":"2004-kolner-stadt-anzeiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lockedinsyndrom.de\/?p=59","title":{"rendered":"K\u00f6lner-Stadt-Anzeiger (2004)"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: large;\"><a href=\"http:\/\/lockedinsyndrom.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Bild01.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-220\" title=\"Bild01\" src=\"http:\/\/lockedinsyndrom.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Bild01-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/lockedinsyndrom.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Bild01-300x196.jpg 300w, https:\/\/lockedinsyndrom.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Bild01.jpg 716w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>DER KOPF IST FREI <\/span><br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Begegnungen mit Anama Kristin Fronhoff, die im Alter von 33 Jahren die Herrschaft \u00fcber ihren K\u00f6rper verlor <\/strong><\/p>\n<p><em>Von Petra Pluwatsch<br \/>\n<\/em><br \/>\nAm meisten, sagt Anama Kristin Fronhoff, vermisse sie das Motorradfahren. \u201e Die Freiheit, den Wind, das Alleinesein.\u201c Fr\u00fcher ist sie manchmal f\u00fcr einen Kaffee nach Holland gefahren. Dann die Fahrten in die T\u00fcrkei, nach Israel. Wir sitzen auf ihrer Veranda in K\u00f6ln Ossendorf, die Luft ist sanft und lau, ein Hauch von Fr\u00fchling liegt in der Luft. Marc, 27, der Dienstags- Assistent, hat frischen Kaffee gekocht und ihr einen Becher auf die Ablage des Rollstuhls gestellt. Bed\u00e4chtig neigt sie den Kopf und saugt an einem extra langen Strohhalm. \u201e Willst du rauchen?\u201c fragt Marc. Sie nickt. Der junge Mann z\u00fcndet eine Zigarette an und schiebt sie ihr f\u00fcr einen langen Atemzug zwischen die Lippen. Marc geh\u00f6rt zu dem 15-k\u00f6pfigen Team des K\u00f6lner DRK, das die junge Frau betreut &#8211; rund um die Uhr und Tag f\u00fcr Tag. Marcs Tag ist der Dienstag.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit einem gewaltigen Satz springt Jonathan, ein gro\u00dfer, goldfarbener Kater, auf die Ablage des Rollstuhls und l\u00e4sst sich vorsichtig neben der halbvollen Kaffeetasse nieder. Anama prustet los. Laut und fr\u00f6hlich bricht das Lachen aus ihr hervor, es gurrt und gluckst und gackst in der Kehle, als wolle es nie mehr aufh\u00f6ren. Man muss sich gew\u00f6hnen an dieses Lachen. Und, so merkw\u00fcrdig es auch klingen mag- man muss sich gew\u00f6hnen an Anama Kristin Fronhoff, 37 Jahre alt, die vor dreieinhalb Jahren von einem Hirnstamminfarkt aus ihrem gewohnten Leben gerissen wurde, und dennoch nicht verzweifelte.<br \/>\n\u201eIch lebe gern\u201c, hatte sie kurz vor Weihnachten in einer E- Mail an die Redaktion des K\u00f6lner Stadtanzeiger geschrieben und angefragt: \u201e Haben Sie Interesse, den angef\u00fcgten Artikel zu ver\u00f6ffentlichen? \u00dcber eine positive Antwort w\u00fcrde ich mich freuen.\u201c Nat\u00fcrlich hatten wir Interesse (siehe nebenstehender Artikel). Es kamen weitere Mails, fr\u00f6hliche und nachdenkliche. Daran geh\u00e4ngt Fotos, die eine lachende junge Frau im Rollstuhl, bei der Ergotherapie und am Stehpult zeigten. Auf einem &#8211; Anama schickte es kurz nach Karneval, wir kannten uns l\u00e4ngst pers\u00f6nlich &#8211; sitzt sie als Schaf verkleidet im Rollstuhl und h\u00e4lt ein Schild mit der Aufschrift \u201e M\u00e4h\u201c im Scho\u00df. \u201eWar irgendwie echt der Renner!\u201c stand dabei.<\/p>\n<p>An einem Freitag Nachmittag im Winter treffen wir uns zum ersten Mal. Seit zweieinhalb Jahren wohnt Anama in einer behindertengerechten Dreizimmerwohnung in K\u00f6ln-Ossendorf: Wohnzimmer, Schlafzimmer, K\u00fcche, Bad, Veranda mit kleinem Garten. Das dritte Zimmer ist reserviert f\u00fcr die Assistenten, die auch in der Wohnung \u00fcbernachten.<\/p>\n<p>Eingemummelt in einen dicken Pullover sitzt Anama in ihrem Rollstuhl, eine Blondine mit rundlichem Gesicht und gro\u00dfen blauen Augen. Die Arme ruhen angewinkelt auf der Ablage des Rollstuhls, die Finger sind wie zu einer Faust geballt, weil sich die Sehnen verk\u00fcrzt haben. Ihre F\u00fc\u00dfe, ein wenig einw\u00e4rts gedreht, stecken in bequemen roten Sportschuhen.<br \/>\nSeit etwa eineinhalb Jahren kann sie ihren Kopf aus eigener Kraft bewegen. Dort ist ihre Bewegungsm\u00f6glichkeit uneingeschr\u00e4nkt. Sie kann wieder selbstst\u00e4ndig atmen, sie kann schlucken, sprechen und, gest\u00fctzt auf zwei Krankengymnastinnen, einige Minuten lang ohne Stehpult aufrecht stehen. Sie kann ihre beiden Unterarme ein paar Zentimeter vor- und zur\u00fcckbewegen. All das ist mehr, als die \u00c4rzte jemals f\u00fcr m\u00f6glich hielten.<br \/>\n\u201eHallo\u201c sagt sie, und ihre Stimme klingt so hauchzart und leise, als habe sie sie seit Monaten nicht mehr benutzt. Sorgf\u00e4ltig formen die Lippen jeden einzelnen Buchstaben. Das A, das O, langsam biegt sich die Zunge zum L. Wie begr\u00fc\u00dft man jemanden, der seine H\u00e4nde nicht bewegen kann? Wie nahe darf man ihm kommen, ohne ihn zu bedr\u00e4ngen? \u201eMan kann mir doch genauso nahe kommen, wie vor meinem Unfall \u2013 ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich gel\u00e4hmt bin.\u201c<br \/>\nAnama schiebt ihren rechten Unterarm ein wenig vor und wendet den Kopf zur Seite, dahin, wo Ina, die Freitags-Assistentin, sitzt. \u201eSch\u00f6n, Sie zu sehen\u201c, sagt Ina zu mir. Es dauert lange, ehe Anama ihr Gegen\u00fcber erstmals direkt anspricht. \u201eIch bin es nicht gewohnt, dass Fremde mich verstehen\u201c, erkl\u00e4rt sie in einem sp\u00e4teren Gespr\u00e4ch ihre anf\u00e4ngliche Zur\u00fcckhaltung.<\/p>\n<p>Mehr als eine Stunde reden wir bei diesem ersten Treffen miteinander- \u00fcber das Leben und den Tod und wie es ist, nach einigen Monaten aus dem Koma zu erwachen und nur noch die Augenlieder bewegen zu k\u00f6nnen. Es ist eng in dem Wohnzimmer, das gleichzeitig als Diele dient. Das Stehpult, ein kompaktes Eisenger\u00fcst mit Fu\u00dfschlaufen und einem ledernen Haltegurt f\u00fcr den K\u00f6rper, nimmt einen Teil der Wand ein. Daneben steht ein Lesepult mit einer Vorrichtung zum mechanischen Umbl\u00e4ttern von Buchseiten, mit deren Hilfe Anama ohne menschliche Assistenz lesen kann. Dennoch wirkt der Raum hell und gem\u00fctlich. B\u00fccher stapeln sich in einem Regal \u00fcber dem Tisch: Reisef\u00fchrer von Israel, Deutschland und Mallorca, Krimis von Rita Mae Brown, eine alte, abgegriffene Ausgabe von \u201eKristin Lavrans Tochter\u201c. Zwei Pl\u00fcschteddys hocken auf einer Holztruhe, auf dem Tisch, zwischen getrockneten Bl\u00fctenbl\u00e4ttern, brennt eine Kerze. In hohen Bechern wird nachtschwarzer Kaffee serviert, und um die R\u00e4der des Rollstuhls streicht maunzend Jonathan, \u201e Der K\u00f6nig von Ossendorf\u201c. Ein Jahr habe er gebraucht, bis er die Angst vor dem Rolli verloren habe, erz\u00e4hlt Anama und lacht ihr ansteckendes, kehliges Lachen. Und, dass Jonathan ihr das Leben gerettet habe. Ohne ihn, da ist sie sich sicher, h\u00e4tte sie l\u00e4ngst aufgegeben.<br \/>\n\u201eHirnstamm- Infarkt\u201c, diagnostizierten die \u00c4rzte, nachdem die Intensiv- Krankenschwester im August 2000 w\u00e4hrend einer Meditationsstunde im K\u00f6lner Osho-Zentrum zusammengebrochen war. Wie konnte das geschehen? \u201e Keine Ahnung. Ich war nie vorher krank\u201c, sagt Anama, und wenn sie k\u00f6nnte, w\u00fcrde sie jetzt vermutlich ungeduldig mit den Schultern zucken. Was tut das heute noch zur Sache? Schlimme Kopfschmerzen habe sie gehabt am Nachmittag jenes 11. August 2000. Sie waren die einzigen Vorboten der kommenden Katastrophe. \u201e Nicht intubieren\u201c, habe sie den Notarzt noch mit letzter Kraft gebeten und die Telefonnummern von zwei Freunden genannt, die benachrichtigt werden sollten.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Monate sind aus ihrem Ged\u00e4chtnis gel\u00f6scht. Lediglich an einige h\u00e4ufig wiederkehrende Albtr\u00e4ume aus jener Zeit erinnert sie sich. In ihnen erstach sie immer wieder dieselbe afrikanische Familie, zerlegte sie in Einzelteile und entsorgte sie im M\u00fcllwagen der Intensivstation. In anderen Tr\u00e4umen lebte sie in einem Sanatorium und schl\u00fcpfte jeweils in eine andere Identit\u00e4t. \u201eBeinahe jeden Tag war ich der Herr in einem anderen K\u00f6rper, bis er verstorben ist. Manchmal war ich eine Frau, manchmal ein Mann. Das Alter war unterschiedlich, genauso wie die Erkrankung.\u201c Geblieben von dieser Zeit ist die \u00dcberzeugung, \u201edass nach dem k\u00f6rperlichen Tod das Leben weitergeht\u201c.<br \/>\nErst einige Monate sp\u00e4ter, an ihrem 34. Geburtstag, tastete sich Anamas Bewusstsein erstmals f\u00fcr ein paar Minuten zur\u00fcck in die Realit\u00e4t. Ein Sauerstoffger\u00e4t unterst\u00fctzte sie beim Atmen, \u00fcber eine Magensonde floss fl\u00fcssige Nahrung durch die Bauchdecke in den K\u00f6rper. Rund um das Bett standen Therapeuten in blau-wei\u00dfer Kleidung. Sie hielten bunte Luftballons in den H\u00e4nden und sangen: \u201eHappy Birthday to you.\u201c Sie lebte. Aber es war wie ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gab.<br \/>\nEin Hirnstamminfarkt ist vergleichbar mit dem Einsturz einer Br\u00fccke: S\u00e4mtliche bekannten Verbindungswege von der Schaltzentrale Gehirn zu den Au\u00dfenstellen (K\u00f6rper) sind unterbrochen. Das Gehirn sendet zwar weiterhin Signale aus, doch der K\u00f6rper kann sie nicht mehr empfangen, der Patient ist \u201elocked-in\u201c, eingeschlossen in seinen eigenen K\u00f6rper. \u201eIch konnte nichts mehr\u201c, sagt Anama, \u201eweder atmen, noch schlucken, noch sprechen.\u201c Nur Wolfgang, ihr bester Freund und fr\u00fcherer Lebensgef\u00e4hrte, bemerkte, dass in dem bewegungslosen K\u00f6rper ein verzweifelt wacher Verstand steckte. Seitdem ist jeder Tag eine Herausforderung, um wenigstens einen winzigen Teil des Verlorenen wieder zu erobern. Ihr gr\u00f6\u00dfter Erfolg? Sie lacht. \u201eJonathan zu streicheln. Einen Apfel zu essen. Dass es \u00fcberhaupt wieder Spa\u00df macht zu essen.\u201c<\/p>\n<p>Zwei Wochen nach unserer ersten Begegnung begleitete ich Anama zur Ergotherapie ins \u201eZentrum f\u00fcr Ergotherapie\u201c in der K\u00f6lner S\u00fcdstadt. Zweimal in der Woche, jeweils 90 Minuten, trainiert sie bei \u201eErgotop\u201c zusammen mit einer Therapeutin, Kopf und K\u00f6rper wieder zum Zusammenspiel zu bewegen. \u201eDas Gehirn\u201c, sagt sie, \u201emuss sich neue Wege suchen, weil die alten abgestorben sind.\u201c<br \/>\nGehalten durch dicke St\u00fctzkissen, auf denen kleine bunte Fische schwimmen, sitzt sie aufrecht am Tisch des Therapiezentrums. Das Gesicht ist starr vor Anspannung. In ihrer rechten Hand steckt, gehalten durch einen dicken roten Griffverst\u00e4rker, ein Pinsel, auf dem Tisch liegt ein Holzrahmen, in den eine Leinwand aus Seide eingespannt ist. Anamas rechter Unterarm liegt schwer in der Hand der Therapeutin. Gemeinsam f\u00fchren sie den Pinsel nach oben. Selbst\u00e4ndig gleitet Anamas Hand wieder nach unten. Auf und ab. Auf diese Weise soll der Streck- und Beugemechanismus der Arme aktiviert werden.<br \/>\n\u201eWollen Sie auch mal?\u201c fragt die Therapeutin und rutscht zur Seite. Ich setze mich neben Anama, schlinge mein linkes Bein um ihren K\u00f6rper, um selber Halt zu finden, und geleite mit der Rechten ihren Arm nach oben. Ihre Muskeln leisten Widerstand, ich sp\u00fcre die Spannung unter der warmen Haut. Auf und ab \u2013 Schwerstarbeit f\u00fcr uns beide. Langsam f\u00fcllt sich die Leinwand mit roten und blauen Strichen. \u201eKann nicht mehr. Ich bin platt.\u201c Anamas Finger umklammern weiter den Griffverst\u00e4rker, bis die Therapeutin behutsam ihre Hand \u00f6ffnet und das Ger\u00e4t entfernt.<br \/>\nZwei Tage sp\u00e4ter, ein Donnerstag. Gehalten durch einen breiten Ledergurt, der ihre H\u00fcften umspannt, steht Anama am Stehpult und \u00fcbt Sprechen. Die F\u00fc\u00dfe sind durch Schlaufen am Boden fixiert. Zwei Mal in der Woche kommt Michael, ein junger Logop\u00e4de, zu ihr nach Hause. \u201ePata \u2013 pataka \u2013 patakala\u201c, spricht er vor. Mit einem eisgek\u00fchlten Wattest\u00e4bchen reizt er vorher Anamas Gaumensegel, damit der sich besser schlie\u00dft und sie die K-Laute besser aussprechen kann. \u201eKa \u2013 ko \u2013 ki \u2013 kata \u2013 kiki \u2013 pataka.\u201c Auch heute Abend wird sie platt sein.<br \/>\nWarum hat es gerade sie getroffen? Eine unter Millionen? Komisch. Diese Frage habe sie sich nie gestellt, sagt Anama mit ihrer leisen, etwas heiser klingenden Stimme, der zu folgen ich in den vergangenen Wochen gelernt habe. Wir sitzen im Garten. L\u00e4ngst ist das distanzierte \u201eSie\u201c einem \u201eDu\u201c gewichen. Es scheine um das Annehmen zu gehen, f\u00e4hrt sie fort. \u201eDarum, zu lernen, das Schicksal so anzunehmen, wie es ist. Je weniger du f\u00e4hig bist, au\u00dfen zu agieren, umso mehr lebst du quasi in deinem Inneren. Meine Grenzen haben sich verschoben und ich kann viel mehr akzeptieren als fr\u00fcher. Auch mich selber. Das hei\u00dft allerdings nicht\u201c, sagt sie, \u201edass alles immer so toll ist.\u201c<\/p>\n<p>Die Angst, aus Kostengr\u00fcnden irgendwann in einem Pflegeheim zu landen, ist nach wie vor gro\u00df. \u201eAber ich habe keinen Bock auf eine Satt- und Sauberpflege\u201c, sagt sie. \u201eIch habe nicht darum gebeten, reanimiert zu werden und will mir nicht vorrechnen lassen, wie teuer ich jetzt bin! Entweder, man rettet das Leben und bezahlt anstandslos die Reha-Kosten oder man reanimiert gar nicht erst. Das ist meine Meinung.\u201cEin Hundeverein in Gummersbach will einen Behinderten-Begleithund f\u00fcr sie ausbilden. Er k\u00f6nnte langfristig die Assistenten ersetzen. 7000 bis 8000 Euro wird die Ausbildung des Tieres kosten. \u201eWie soll ich das bezahlen?\u201c<br \/>\nBei einem weiteren Besuch, Wochen sp\u00e4ter, zeigt sie Fotos von sich. Ein Freund hat sie zuf\u00e4llig am Morgen jenes verh\u00e4ngnisvollen Augusttages vor vier Jahren in Anamas ehemaliger Wohnung aufgenommen. Fr\u00f6hlich strahlt die 33-j\u00e4hrige in die Kamera, ein Bein ist kokett angewinkelt, der Kopf mit blonden Locken leicht zur Seite geneigt, das schwarze Sommerkleid sitzt knapp.<br \/>\nTut es weh, diese Fotos zu sehen? Anama schweigt ein paar Sekunden. Fr\u00fcher sei sie \u201eeine Getriebene\u201c gewesen, sagt sie dann. Immer auf der Suche nach etwas Besserem. \u201eIrgendwie wollte ich immer gl\u00fccklicher sein als ich war und dachte, das f\u00e4nde ich im Au\u00dfen. Aber ich bin nirgendwo richtig angekommen, am wenigsten in mir selber. Heute bin ich nicht nur im \u00c4u\u00dferen zur Ruhe gekommen, sondern auch im Innern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DER KOPF IST FREI Begegnungen mit Anama Kristin Fronhoff, die im Alter von 33 Jahren die Herrschaft \u00fcber ihren K\u00f6rper verlor Von Petra Pluwatsch Am meisten, sagt Anama Kristin Fronhoff, vermisse sie das Motorradfahren. \u201e Die Freiheit, den Wind, das Alleinesein.\u201c Fr\u00fcher ist sie manchmal f\u00fcr einen Kaffee nach Holland gefahren. 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