{"id":55,"date":"2002-09-26T01:16:55","date_gmt":"2002-09-26T01:16:55","guid":{"rendered":"http:\/\/tausendhoch3.de\/Anama\/wordpress\/?p=55"},"modified":"2010-02-26T13:10:43","modified_gmt":"2010-02-26T13:10:43","slug":"2002-klima-klinik-magazin-der-kliniken-der-stadt-koln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lockedinsyndrom.de\/?p=55","title":{"rendered":"Klinik-Magazin der Kliniken der Stadt K\u00f6ln (2002)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kristin Fronhoff k\u00e4mpft mit Energie und Willen gegen Behinderungen<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>\u201eDurch die Therapie hier habe ich echte Fortschritte gemacht\u201c, berichtet Kristin Fronhoff, als wir sie im Neurologischen Therapiecentrum K\u00f6ln (NTC) besuchen. Bis vor einem Jahr war sie bis zu vier Mal in der Woche hier, erhielt Logop\u00e4die, Ergotherapie und Krankengymnastik. Ein Teil der Behandlung findet mittlerweile in ihrer Wohnung statt. Aber der regelm\u00e4\u00dfige Besuch des NTC \u2013 jetzt in der Regel zwei Mal pro Woche \u2013 ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Therapie. Die Behandlung ist personalintensiv, bis zu drei Therapeutinnen arbeiten mit Kristin. Die intensive interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit macht Erfolge m\u00f6glich. Die Therapeuten stehen in engem Kontakt, tauschen sich \u00fcber ihre Erfahrungen und Fortschritte aus und behandeln teilweise gemeinsam. \u201eDie Organisation dieser Therapien ist schon f\u00fcr gesunden Menschen schwierig. Termine fallen immer wieder aus, m\u00fcssen verschoben werden. Innerhalb unseres Teams ist das kein Problem. Aber wie soll ein kranker Mensch, der gerade erst wieder sprechen gelernt hat, dies organisieren?\u201c fragt eine der Therapeutinnen. Kristin Fronhoff ist sich mit den Therapeuten und den \u00c4rzten im NTC einig: Zu Hause w\u00e4ren die Fortschritte, die Kristin erreicht hat, nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr haben wir \u00fcber Kristin Fronhoff, die bei den Kliniken zuletzt auf der SV-Station (Schwerverbranntenintensiv) gearbeitet hat, berichtet. Nach einem schweren Stammhirninfarkt litt sie an einem inkompletten \u201eLocked-in\u201c-Syndrom. Ein Kontakt war ihr nun \u00fcber die Augen m\u00f6glich, obwohl sie selbst die Umwelt bei vollem Bewusstsein und mit allen Sinnen wahrnahm. Mit unglaublicher Energie k\u00e4mpft Kristin Fronhoff sich aus dieser erzwungenen Isolation. Ein intensives Reha-Programm hilft ihr dabei. Heute kann sie wieder sprechen, zwar leise, aber gut verst\u00e4ndlich. Nach ihrem Infarkt konnte Kristin sich gar nicht bewegen. Heute sitzt sie selbst\u00e4ndig in einem leichten Rollstuhl (Aktivrollstuhl), hat Rumpfstabilit\u00e4t, kann Finger, Kopf und Oberk\u00f6rper bewegen. Ihre Bewegungsm\u00f6glichkeiten haben sich enorm verbessert. Zur Zeit \u00fcbt sie mit Hilfe zu stehen und ihre Knie zu kontrollieren. Stehen \u2013 ein wichtiger Schritt, der die Perspektive und die Wahrnehmung ver\u00e4ndert. Die medikament\u00f6se Therapie konnte deutlich reduziert werden, dadurch ver\u00e4ndert sich auch das Krankheitsbild. Es ist ein st\u00e4ndiger Proze\u00df, den Kristin durchlebt. Neue F\u00e4higkeiten kommen hinzu, andere wandeln sich. Diese Erfolge sind zum gro\u00dfen Teil auf Kristins unb\u00e4ndigen Willen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Kristin lebt mit Unterst\u00fctzung durch mehrere Assistenten in einer eigenen Wohnung. \u201eDas wird vom Sozialamt gezahlt. Der Kontakt mir dem Sozialamt l\u00e4uft gut, die Sachbearbeiterinnen sind hilfsbereit und wirklich daran interessiert, wie es mir geht\u201c, lobt Kristin. F\u00fcr ihre Krankenkasse findet sie allerdings kein Lob. Die Kasse hat bis heute die Kosten f\u00fcr die ambulante Reha im NTC seit September 2001 abgelehnt. Mittlerweile ist Kristins Mutter mit rund 60.000 Euro in Vorleistung getreten. Die Angelegenheit ist zwischenzeitlich vor dem Sozialgericht anh\u00e4ngig. Was Kristin dabei besonders \u00e4rgert: Bisher hat es zur Frage der Rehabilitation noch keine pers\u00f6nliche Begutachtung gegeben. Alle Entscheidungen sind nach Aktenlage getroffen worden. Was sagt ihre Krankenkasse dazu? <em>Hier fehlt noch eine Stellungnahme der Krankenkasse&#8230;..<\/em><\/p>\n<p><em><\/em>Wer sich f\u00fcr Kristin interessiert, sie von fr\u00fcher kennt oder sie heute unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann mit ihr am einfachsten per Mail Kontakt aufnehmen: anama@netcologne.de<\/p>\n<p>Thomas Stiefelhagen \/ Monika Funken<\/p>\n<p><strong>Zusatz:<\/strong><\/p>\n<p><em>Durch meinen Stammhirninfarkt und die damit verbundene Pflege habe ich den Eindruck gewonnen, als w\u00fcrde ich jetzt die Pflegearbeit aus der Sicht von Patienten mit allen ihren Bed\u00fcrfnissen neu kennen lernen. Auf jeden Fall vermisse ich das Krankenhaus und auch die Arbeit.\u00a0   Ich bin gespannt, ob ich in diesem Bereich noch einmal werde arbeiten k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kristin Fronhoff k\u00e4mpft mit Energie und Willen gegen Behinderungen \u201eDurch die Therapie hier habe ich echte Fortschritte gemacht\u201c, berichtet Kristin Fronhoff, als wir sie im Neurologischen Therapiecentrum K\u00f6ln (NTC) besuchen. Bis vor einem Jahr war sie bis zu vier Mal in der Woche hier, erhielt Logop\u00e4die, Ergotherapie und Krankengymnastik. 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